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HSG Freiburg soll kein Stolperstein werden.

HGW mit der Favoritenstellung
Wenn am Samstag, 19:30 Uhr, die HSG Freiburg in der Hohberghalle antritt, sind die Rollen klar verteilt. Alles spricht für die Gastgeber, als Tabellen Zweiter und Verfolger von Primus Altenheim, während der Gast, Elfter in der Rangliste, um den Klassenerhalt kämpft. In dieser Situation ist die HSG natürlich auf jeden Zähler angewiesen. Nach Abschluss der Vorrunde noch abgeschlagen das Schlusslicht innehabend, darf man nach drei Siegen aus den letzten vier Partien wieder Luft holen. Endlich konnten die Abstiegsplätze wieder verlassen werden. Doch am vergangenen Samstag hat der TUS Altenheim dann das zarte Pflänzchen Aufwärtstrend brutal zertreten. Hatte man in Freiburg insgeheim vielleicht doch gehofft, weiter Erfolgserlebnisse sammeln zu können, so vermittelte die Heimniederlage schonungslos, dass der Abstand zu den Spitzenteams der Liga nicht zu überbrücken ist.
Betrachtet man das Leistungsniveau, mit dem die Akteure von Frank Ehrhardt seit Wochen aufwarten, dann kann es für den Abstiegskandidaten auch in der Hohberghalle eigentlich nur um Schadensbegrenzung gehen. Diese Einschätzung hat natürlich nur dann Gültigkeit, wenn die Hausherren das Heimspiel so angehen wie alle Begegnungen seit dem Jahreswechsel. Dass Freiburg schnell zum Stolperstein werden kann, mussten die HGW Fans in der letzten Saison erleben, als die HSG überraschend die Punkte aus der Hohberghalle entführte, damals noch im Angriff mit Mathias Riedel und Hagen Feth im Tor. Die Torhüter Fabian Hohnloser und Florian Reichenberger konnten allerdings in den letzten Partien überzeugen und im Angriff ist Lars Möller in die Rolle des Torschützen vom Dienst geschlüpft. Wobei die meisten Treffer der HSG weniger aus dem Rückraum als vielmehr aus Gegenstößen resultieren, selbst die Freiburger sprechen in ihren Spielberichten offen davon, dass die Erfolgsquote aus dem gebundenen Angriff zu wünschen übrig lässt.
Für Hofweier muss es deshalb heißen, die sich bietenden Chancen verwerten, um das schnelle Anrennen des Gastes zu unterbinden. Einmal in den Positionsangriff gezwungen, soll Freiburg erstmal Ideen finden, um den Abwehrverband um Timo Spraul und Manuel Cybulski zu überwinden. Alle Gegner der letzten Wochen haben sich schließlich am kompakten Abwehrverhalten der Grün-Weißen, einschließlich Torhüterduo, die Zähne ausgebissen. Auch wenn die Freiburger dem HGW in der Hohberghalle schon oftmals das Leben schwer gemacht haben, an der eindeutigen Favoritenstellung der Einheimischen kann es diesmal keinen Zweifel geben. Schließlich mussten in dieser Saison schon ganz andere Kaliber die Qualität von Frank Ehrhardt und seiner Truppe anerkennen. Mit einem deutlichen Heimerfolg könnte auch in Sachen Torverhältnis noch näher zu Altenheim aufgeschlossen werden. Wer am Sonntag in Muggensturm den Auftritt der Akteure um Stefan See, Nico Vollmer und Benni Michel gesehen hat, der weiß, dass ein weiterer deutlicher Heimerfolg möglich ist.

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